Meditative Fotografie – Achtsamkeitsübung

Achtsamkeitsübung: ein Blatt im Herbst

Oft gelingt es mit einer kleinen Achtsamkeitsübung, dich neu zu zentrieren, wenn du im Stress bist oder dein Kopfkarussell sich wieder mal dreht. Hier eine Anregung, die du jederzeit ohne großen Aufwand durchführen kannst:

Lege dir deine Kamera zurecht, ganz gleich, welche das ist. Wenn du das Smartphone verwendest, schalte in den Flugmodus, damit du nicht von eingehenden Nachrichten oder Benachrichtigungen gestört wirst.

Die Sprache der alten Bäume

Es ist sechs Uhr am Morgen. Ich sitze am offenen Fenster unseres Seminarraums im Dachstudio und genieße die kühle Morgenluft. Das Zwitschern der Vögel breitet sich wie ein Teppich über die Stille.
Im diffusen Morgenlicht fällt mein Blick auf den Baum vor dem Fenster. Seit heute morgen ist es mein Baum. Er hat mir erzählt von seinem Wachsen gegen alle Widerstände, von seinen Verletzungen, von seinem Blütenkleid, das er erst vor einigen Tagen wieder abgelegt hat. Er hat mir erzählt von der unbändigen Kraft, die sich aus seinem Seitenast wie eine Explosion entfaltet hat und die abgestorbenen Äste immer mehr zudeckt.

Fotoübung: Reframing in der Meditativen Fotografie

Reframing in der MEditativen FotografieReframing ist ein Ausdruck, der in der Psychologie und in der Persönlichkeitsentwicklung oft verwendet wird. Reframing meint einen gedanklichen Perspektivenwechsel: man kann ein und denselben Sachverhalt in einen „anderen Rahmen“ setzen. Zu den bekanntesten Beispielen gehört wohl das halb volle oder das halb leere Glas.
In der derzeitigen Unsicherheit der Corona-Pandemie gewinnt dieser Aspekt eine besondere Bedeutung. Es macht nicht nur emotional, sondern auch in Bezug auf unsere Gesundheit einen großen Unterschied, ob wir uns von der Angst anstecken lassen, oder die vielen positiven Begleiterscheinungen in den Fokus nehmen.

Dein Foto für die Welt nach Corona – Mach mit!

Lass neue Gedanken blühen in deinem KopfWie wird unsere Welt aussehen nach Corona? Was wird sich verändert haben?

Wird die Welt nach Corona sich verändert haben? „Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. … Diese Zeiten sind jetzt“, schreibt der Zukunftsforscher Matthias Horx in seiner faszinierenden Von der Zukunft-aus-zurück-ins-Heute-Schau (unbedingt lesen!).

Fotografieren kann Erinnerungsdefizite verursachen

Naja, erst mal dürfen wir noch ein Fragezeichen hinter den Satz „Fotografieren kann Erinnerungsdefizite verursachen“ setzen. Aber zumindest ist das ein interessanter Aspekt, von dem manche Forscher inzwischen sprechen.
Ich bin sehr gespannt auf die Sendung „Im digitalen Bilderrausch“, die demnächst auf Bayern 2 im Radio läuft.

Im Kontext der Meditativen Fotografie ist diese Sendung eine spannende Geschichte. „Fotografieren kann die Freude am eigenen Erleben verstärken, aber auch negative Gefühle intensivieren. Die dauernde Bilderflut verändert unseren Blick auf die Vergangenheit und hat Einfluss auf unsere ganz persönliche Erinnerungskultur“, heißt es in der Programmankündigung.

Bilder mit Gefühlen aufladen – mach mit!

EspressoBilder mit Gefühlen aufladen – wie geht das? Im Internet gibt es inzwischen eine Menge Anregungen, wie du zuhause Fotoprojekte umsetzen kannst, anstatt in Langeweile oder Lethargie zu verfallen. Ich finde es gut, wenn man sich auf diese Weise ablenkt von den Schreckensmeldungen, die uns täglich über die Medien erreichen.
Aber ich glaube, es geht um mehr als nur um Ablenkung. Wir können uns mit Hilfe unserer Kamera aufladen mit einer starken positiven Energie. Gefühle spielen da die ganz entscheidende Rolle.

Deshalb meine heutige Anregung für dich:

Fotografieren gegen die Corona-Angst – die Fortsetzung

Zuneigung in Zeiten der Corona-AngstDie Corona-Angst: Wir kennen und spüren die aktuellen Horrorszenarien, die sich in unserer Wahrnehmung, in unseren Gefühlen und letztlich in unserem Körper manifestieren. Selbst wenn wir versuchen, gelassen zu bleiben, oft ist es nicht einfach.
Ich möchte keinesfalls die Augen vor der Realität verschließen. Sie ist da und die Maßnahmen der Regierung haben aus meiner Sicht volle Berechtigung.

Die Energie positiver Bilder gegen die Corona-Angst

Was für mich allerdings der entscheidende Punkt ist: wie gehe ich mit dieser Realität um? Es ist ja alles andere als leicht, den Schreckensbildern einfach die Aufmerksamkeit zu entziehen.
Gerade darum hat mich sehr berührt, wie viele ihre „Bilder gegen die Corona-Angst“ gepostet haben. Wie sie in den Texten gezeigt haben, dass diese Bilder ihnen Zuversicht und Hoffnung geben. Ich habe gespürt, wie hilfreich der bewusste Umgang mit positiven Bildern sein kann.

Fotografieren ohne Warum

VerblühtWie soll das gehen – Fotografieren ohne Warum?

Wer beruflich, aus Leidenschaft oder einfach nur aus Spaß fotografiert, kennt in der Regel auch die frustrierenden Erfahrungen: mal ist das Bild unscharf, dann wieder zu dunkel, mal sieht es einfach bescheiden aus, ohne dass man wirklich weiß warum. In den meisten Fällen ist Fotografieren mit einem Zweck verbunden: das Foto soll für den Kunden perfekt sein, die Fotos sollen in den Sozialen Medien veröffentlicht werden oder als Urlaubserinnerungen in einem Fotobuch landen. Selbst wenn das Unterwegssein mit der Kamera nur zur Entspannung dient, steht ein Zweck dahinter.

Waldbaden – der neue Trend?

Waldbaden ist in

Ja, ich tue es auch. Nicht weil das Waldbaden der neue Trend ist, sondern weil ich spüre, wie gut es mir tut.

Vergangenes Wochenende verbrachte ich am Freudensee bei Hauzenberg im Bayerischen Wald. Nicht beim Baden (ich gehöre leider nicht zu den Wasserratten), sondern einfach zum Entspannen, Verweilen und Genießen. Und eben zum Waldbaden.

Meditative Fotografie – das Spiel mit inneren und äußeren Bildern

Innere Bilder – äußere Bilder

Ja, letztlich geht es bei der Meditativen Fotografie um einen spielerischen Umgang mit Bildern. Innere Bilder und äußere Bilder nahmen beim Seminar an der Landvolkshochschule Niederalteich viel Raum ein. Offenheit und achtsames Wahrnehmen standen dabei im Vordergrund. Kein „ich muss jetzt ein Bild finden“, sondern „das Bild findet mich, wenn ich offen bin“. So nahm eine Kursteilnehmerin ein völlig unscharfes Foto als ihr Motiv des Wochenendes mit nach Hause. Für sie ihre derzeitige Situation, in der noch vieles unklar und verschwommen ist, wiederspiegelt. Auch wenn die Technik und die Bedienung der Kamera nicht ganz außen vor blieben, sie dienten nur als Hilfsmittel, um beispielsweise in das Foto einen verschwommenen Hintergrund zu zaubern.